Infobrief Dezember 2020

Infobrief GGE-Nord Dezember 2019

Advent, Advent – und nimmt kein End’ …

Eigentlich geht dieser Vers anders weiter, ich weiß. Aber, darauf soll die Veränderung hinweisen, in diesem Jahr müssen „die Leute“ auf viele Rituale verzichten, die sie in der Advents- und Weihnachtszeit bisher begleitet haben. Selbst im öffentlichen Leben, das im Advent mehr von kirchlichen Traditionen durchdrungen ist als in anderen Jahreszeiten, fällt vieles aus. Betriebs-, Weihnachts- oder Senioren-Adventsfeiern werden anders gestaltet oder finden gar nicht statt. Der Weihnachtsurlaub in der Sonne oder auf Kreuzfahrt fällt weg. In den Kirchen gibt es kein Live-Krippenspiel und Familientreffen nur unter Vorbehalt.

Bei diesen Beobachtungen geht mir auf, dass wir seit März intensiver als je zuvor, quasi ununterbrochen im „Advent“ leben. Zum ersten Mal ist in aller Welt zu spüren, was „Advent“ eigentlich heißt: Warten auf Erlösung. Ich jedenfalls habe das Gefühl, nie stärker mit der Hoffnung verbunden gewesen zu sein, dass sich unser Leben zum Guten wende! Es kommt eben letzten Endes nicht auf die Rituale an, sondern auf den Gehalt, an den sie erinnern sollen. Die Jahreszeit „Advent“ verweist mit den kleinen Lichtern auf das große Licht, das die „geistige Umnachtung“ der Menschheit beheben kann: Jesus, Gottes Sohn, den Retter.

Er ist die Antwort auf alle Fragen, die Google nicht beantworten kann – wirkliche Lebensfragen.

Jetzt, in dieser Zeit, könnte allen klar werden, dass die Frage entscheidend ist, welche Bedeutung Jesus für unser Leben und unser Miteinander hat. Viele traditionelle Adventstexte der Bibel beziehen sich auf Ansagen der Endzeit – und damit wir gerettet werden, ist die Jesus-Frage das Erste, was geklärt oder worauf wenigstens eine Antwort gesucht werden müsste vor allen politischen Fragen oder Geldsorgen. Und warum kümmert sich darum trotzdem kaum jemand? Ist es zu kompliziert, weckt es Misstrauen, weil viele meinen, so einfach könne das Leben nicht sein, oder reagiert keiner mehr darauf, weil die Botschaft so alt und zahnlos scheint wie der vielfach zum Kaufhausgedudel verkommene Engelsgesang „Friede auf Erden“?

Als GGE stehen wir dafür, dass das Wissen um die Bedeutung Jesu zu tieferem Vertrauen in das Wirken des Heiligen Geistes führt, zu besserer Sprachfähigkeit der Kirchen füreinander, einem besseren Realitätssinn für die Rolle des Menschen in der Welt und das Handreichen in der Liebe Gottes, die die Person nicht ansieht. Wir arbeiten daran, dass jeder seine Gaben optimal entwickeln kann und in einer dieser vier Richtungen besonders bevollmächtigt wird.

In diesem Brief können Sie auf der Rückseite lesen, welche Projekte wir im kommenden Jahr weiter entwickeln wollen, wofür wir uns Unterstützung und Gebet wünschen, damit die Menschen das Wirken des Heiligen Geistes unter uns als Unterstützung bei ihrer Suche nach Antwort erfahren. Im Mittelteil finden Sie ein Wort der GGE zur Einschätzung der aktuellen Corona-Pandemie.

Ich bete darum, dass der echte, andauernde, nicht ritualisierte Advent in diesem Jahr dazu führt, dass sich mehr Menschen als sonst darauf besinnen, worauf es wirklich ankommt: Die Menschlichkeit Gottes in unser Leben zu lassen und sie zu üben – mit Kompromissen, Versöhnung, mehr fragen „was nützt meinen Nachbarn“, aus Seenot retten, Gefl üchteten eine neue Heimat geben – in der Gemeinschaft und im Glauben –, Toleranz üben und furchtlos einfordern, ganz allgemein also damit, die eigenen „Ansprüche“ auf ein verträgliches und in unseren Breiten ressourcenschonenderes Maß zu reduzieren.

Zu hoffen wär’s, nicht weil es moralisch richtig ist oder irgendjemand es fordert, sondern weil es uns befähigt, auch andere „Sprachen des Glaubens“ zu verstehen. Ich bin überzeugt, erst dann gelingt, was die meisten hoffen, wenige für möglich halten, aber Gott schon angefangen hat: Friede auf Erden – machen Sie mit? Dann „weihnachtet“ es sehr!

Das wünsche ich Ihnen / Euch mit Familie und Gemeinde

für die diesjährigen Festtage und ein „anno domini“ 2021!
Pastor Jörg S. Denecke, Lütjensee

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